17.07.2016 Eva’s Neuseelandbericht Teil 4

Kia ora,

gerade habe ich vier Wochen Semesterferien hinter mir. Nachdem ich mich erst einmal von der Uni erholen musste, konnte ich die folgende Zeit nutzen, um ein bisschen mehr von der Gegend Neuseelands zu sehen.

Allein in Wellington ist schon einiges geboten.

Im Juli feiern die Maori ihr Neujahr Matariki. Im Te Papa Museum gab es dazu interessante Ausstellungen und auch gesangliche und tänzerische Aufführungen von Maoris.

Für alle „Herr der Ringe” Fans lohnt sich eine Besichtigung von Weta Cave. Hier wurden die Requisiten und Kostüme entworfen und hergestellt. Außerdem bekommt man einen kleinen Einblick, welche Arbeit in den Dreharbeiten dieser Filme steckt und wie viele Spezialeffekte in solche Filme eingebaut werden.

Als Architekturstudentin bin ich nicht um eine Führung durch die Neuseeländischen Parlamentsgebäude gekommen. Aber auch sonst ist ein Besuch lohnenswert, da man hier die Politik Neuseelands erklärt bekommt und sich die Sitzungssäle anschauen kann.

Wer lieber die Natur genießt, hat im Zealandia die Möglichkeit, die seltenen Vögel Neuseelands, wie den Kiwi zum Beispiel, zu bestaunen. Das Projekt beschäftigt sich damit, in einem abgegrenzten Waldstück Flora und Fauna sich selbst zu überlassen. Dadurch soll die Biodiversität, wie sie vor der Ankunft der Menschen in Neuseeland vorzufinden war, wieder aufleben.

Auf einem der unzähligen Küstenwanderwege bin ich an den Red Rocks vorbei gekommen, Lavagestein, das sich nach einem Vulkanausbruch vor sehr langer Zeit rot gefärbt hatte. Geht man noch ein Stück weiter, hat man im Winter sogar die Chance, männliche Pelzrobben zu sehen, die sich dort für die kommende Paarungszeit bereit machen.

Eine Woche habe ich dann noch in Auckland verbracht, da ich ja von der Großstadt bis jetzt nur den Flughafen gesehen hatte. Auf der Autofahrt dahin kommt man am Lake Taupo vorbei, dem größten See in ganz Neuseeland sowie am Nationalpark Tongariro, den man von weitem durch die drei Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu schon sieht.

Auckland selbst wurde auch auf knapp 50 Vulkanen erbaut. Viele davon wurden abgetragen, um aus dem Gestein Háuser zu bauen, andere wiederrum liegen wie kleine Inseln im Wasser.

Unbedingt gesehen haben solle man auch das Sea Life. Das Highlight ist hier ein gläserner Tunnel, der durch das Haifischaquarium führt.

Und wenn man schon direkt am Meer ist, sollte man sich auch auf gar keinen Fall die leckeren Fish & Chips entgehen lassen.

Apropos Fisch, Dorie habe ich im Kino auch schon gesucht und gefunden. „Findet Dorie” ist die Fortsetzung von „Findet Nemo” aus dem Jahr 2003 und man sollte diesen Film nicht verpassen (Kinostart in Deutschland voraussichtlich Ende September 2016).

Nun heißt es sich wieder voll und ganz auf die Uni zu konzentrieren.

Euch einen schönen Sommer, ich kram jetzt meine Wärmflasche raus.

Cheers, Eva