21.05.2016 Eva’s Neuseelandbericht Teil 3

Kia ora!

das erste Viertel meiner Zeit in Neuseeland ist nun schon vorüber. Und damit neigt sich auch mein erstes Semester an der Victoria University in Wellington dem Ende zu. Der alltägliche Unistress hält mich auf Trapp und die unvermeidlichen Arbeitsabgaben stehen vor der Türe. Das ist hier in Downunder auch nicht anders als zuhause.

Mittlerweile sind die Heizungen angeschaltet und die dicke Bettdecke überzogen, der verregnete Winter kommt… Meinen Regenschirm habe ich dennoch umsonst mitgenommen, da er nämlich dem Wind nicht standhält. Also bin ich auf den Regenmantel umgestiegen.

Trotzdem gibt es noch genug schöne Tage, um in der noch verbleibenden kurzen Zeit durch den Botanischen Garten zu spazieren, mit dem Cable Car zu fahren oder sich die Hochhäuser vom Berg oben anzusehen.

Einen Schützenverein hab ich noch nicht gefunden. Dafür sind die Neuseeländer sehr begeisterte Rugby Fans. Also bin ich ins Stadium, um mir ein Spiel von den Hurricanes, der Mannschaft aus Wellington, anzusehen. Viel verstanden habe ich zwar von deren Spiel nicht, aber spannend war es trotzdem.

Noch spannender war allerdings, das erste Erdbeben mitzuerleben. Oder besser gesagt von einem Erdbeben geweckt zu werden. Wenn auf einmal das Bett anfängt zu wackeln und man nicht genau weiß, was gerade passiert oder ob man noch träumt.

Neuseeland ist erdgeschichtlich vergleichsweise jung, die geologischen Entwicklungsprozesse sind noch im vollen Gange und verlaufen mit einer auch im weltweiten Vergleich einzigartigen Geschwindigkeit. Entsprechend sind Naturgewalten in Neuseeland sehr vielfältig. Das Land gehört weltweit zu den tektonisch aktivsten Gebieten der Erde. Der Vulkanismus ist momentan besonders im Zentrum der Nordinsel aktiv. Erdbeben treten das Jahr über im ganzen Land regelmäßig auf und die Neuseeländer sind darauf täglich vorbereitet. Die meisten der Erdbeben nimmt man jedoch gar nicht wahr.

Bis ich also richtig wach war, war es aber auch schon wieder vorbei. Bis auf einen wackelnden Kleiderschrank war auch nicht mehr.

Ich bin gespannt, was mich bis zum nächsten Bericht alles erwartet.

Cheers, Eva